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Lebenslauf unterschreiben: Darum bringt es dir Vorteile

Die Unterschrift auf dem Lebenslauf ist mehr als ein nebensächliches Detail. Denn ob und wie du deine Bewerbung unterschreibst, hat Einfluss auf deine Jobchancen.

Lebenslauf unterschreiben

Bewerbungen werden heutzutage fast immer digital verschickt. Die Bewerbungsunterlagen erreichen den potenziellen Arbeitgeber per E-Mail und nicht per Post. Viele Bewerber*innen fragen sich daher: Den Lebenslauf unterschreiben – macht man das überhaupt noch? Die Antwort lautet eindeutig: ja. Wer mit seiner Unterschrift überzeugen will, muss dennoch einige Punkte beachten.

Lebenslauf unterschreiben oder nicht?

Du solltest deinen Lebenslauf auf jeden Fall unterschreiben. Auch wenn die Bewerbung meist nur noch in digitaler Form bei Unternehmen ankommt, gibt es gute Gründe für eine persönliche Unterschrift:

  • Unterschrift verleiht persönliche Note: Wenn du deine Bewerbung unterschreibst, gibt das deinen Unterlagen einen individuellen Touch. Es unterstreicht, dass du die Dokumente persönlich erstellt und bearbeitet hast.
  • Unterschrift bestätigt Korrektheit: Mit einer Unterschrift unter dem Lebenslauf bekräftigst du, dass alle von dir gemachten Angaben der Wahrheit entsprechen. Das hinterlässt einen vertrauenswürdigen, professionellen Eindruck.
  • Unterschrift ist Standard: Die vollständigen Bewerbungsunterlagen werden üblicherweise mit zwei Unterschriften versehen. Eine kommt unter das Bewerbungsschreiben, die andere unter den Lebenslauf.

Die Unterschrift unter Lebenslauf und Bewerbungsschreiben ist in der Privatwirtschaft zwar rechtlich nicht zwingend vorgeschrieben, gilt in Österreich jedoch als wesentliches Merkmal professioneller Sorgfalt. Sie bestätigt offiziell die Richtigkeit deiner Angaben. Beachte zudem, dass insbesondere bei Bewerbungen im öffentlichen Dienst eine fehlende Signatur sogar zum Ausscheiden aus dem Verfahren führen kann.

Lebenslauf-Unterschrift: Wohin?

Deine Unterschrift platzierst du am Ende des Lebenslaufs, direkt unterhalb der letzten Rubrik oder Station. In Österreich wird sie üblicherweise linksbündig gesetzt und stets mit der Angabe von Ort und Datum kombiniert. Ein wesentlicher Standard (entsprechend der ÖNORM A 1080) ist zudem, deinen Namen unter der handschriftlichen Signatur nochmals in Maschinenschrift anzuführen – dies garantiert die eindeutige Lesbarkeit für Personalistinnen und Personalisten. Umfasst dein Lebenslauf mehrere Seiten, genügt in der Privatwirtschaft die Unterschrift auf der letzten Seite. Lediglich bei besonders formellen Bewerbungen, beispielsweise im öffentlichen Dienst, kann eine zusätzliche Paraphierung jeder einzelnen Seite am unteren Rand vorteilhaft sein. Die Signaturzeile im Lebenslauf sieht in Österreich typischerweise so aus:


Wien, am 14. Jänner 2026

Bernhard Beispielmann

Bernhard Beispielmann


Bei der Unterschrift auf dem Bewerbungsschreiben gibt es eine Besonderheit gemäß der ÖNORM A 1080 zu beachten: Zwischen der Grußformel (z. B. „Mit freundlichen Grüßen“) und deinem maschinengeschriebenen Namen lässt du etwa drei Leerzeilen Platz für deine handschriftliche Signatur. Der Vermerk „Beilagen“ wird unterhalb des Namens mit mindestens einer Leerzeile Abstand platziert. Ein Beispiel für den Abschluss deines Bewerbungsschreibens:


Ich freue mich darauf, Ihr Unternehmen kennenzulernen und Sie in einem persönlichen Gespräch von meiner Eignung zu überzeugen.

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Beispielmann

Bernhard Beispielmann


Beilagen


Vor allem große Unternehmen und Behörden setzen heutzutage verstärkt auf Online-Bewerbungsportale. Während in Datenmasken eine Signatur oft nicht vorgesehen ist, bietet in Österreich die ID Austria (ehemals Handy-Signatur) eine rechtssichere digitale Alternative. Bei einer Online-Bewerbung, die als PDF übermittelt wird, kannst du diese qualifizierte elektronische Signatur nutzen. Sie ist der handschriftlichen Unterschrift rechtlich gleichgestellt und wird besonders im öffentlichen Dienst geschätzt.

Hinweis: Auf dem Deckblatt ist deine Unterschrift nach österreichischem Standard immer fehl am Platz.

Unterschrift auf Lebenslauf: Vorname und Nachname plus Datum und Ort

Den Lebenslauf unterschreiben Bewerber*innen mit ihrem Vornamen und dem Nachnamen. Nur so sind die Angaben vollständig und vermitteln einen guten Eindruck des Schriftbilds. Du solltest deinen Vornamen also nicht weglassen oder in Form des Anfangsbuchstabens abkürzen, sondern ausschreiben.

Außerdem gehören zu einer Unterschrift typischerweise auch Angaben zum Ort und zum Datum, an dem die Unterzeichnung stattgefunden hat. Auf diese Weise wird bekräftigt, dass die Angaben und das Dokument aktuell sind. Achte jedoch darauf, dass du Datumsangabe und Ortsangabe nicht doppelt vornimmst. Wird etwa in der Kopfzeile schon deutlich, wann und wo die Unterlagen erstellt wurden, muss im Zuge der Unterschrift nicht erneut darauf hingewiesen werden.

Ob du Datum und Ort beim Lebenslauf-Unterschreiben ebenfalls handschriftlich vermerkst oder sie wie die übrigen Angaben in Maschinenschrift verfasst, bleibt dir überlassen. Eine handschriftliche Angabe kann optisch ansprechender und einheitlicher wirken – wenn du über ein ordentliches Schriftbild verfügst. Teste im Zweifel beide Varianten und entscheide dich für die Option, die einen professionelleren Eindruck hinterlässt.

Lebenslauf-Unterschrift am PC erstellen: So unterschreibst du digital

Die meisten Bewerbungen werden heute per E-Mail verschickt – und eine PDF-Datei lässt sich nicht mit einem Stift unterschreiben. Deswegen müssen Bewerber*innen eine ansprechende Unterschrift am PC erstellen beziehungsweise ihre eigene Unterschrift digitalisieren. Wer entsprechende Computerkenntnisse mitbringt, kann dies in ein paar Schritten realisieren.

Unterschreibe zunächst auf einem weißen Blatt Papier. Scanne die Unterschrift anschließend idealerweise ein oder fotografiere sie ab (auf gute Lichtverhältnisse und gleichmäßige Belichtung ohne Schatten achten). Bearbeite die Bilddatei nun mit einem Bildbearbeitungsprogramm: Schneide die Unterschrift passend zu und stelle sie frei oder sorge dafür, dass der Hintergrund 100 Prozent weiß ist. Ansonsten sind um die Unterschrift herum später hässliche Ränder zu sehen. Speichere die Datei in einem gängigen Dateiformat und füge sie an der passenden Stelle in deinen Lebenslauf ein.

Bildschirm mit Sreenshot vom Editor
Benutze den Lebenslauf-Editor

Deutlich einfacher und ganz ohne Vorkenntnisse gelingt das digitale Unterschreiben des Lebenslaufs im Lebenslauf-Editor. Dort kannst du ansprechende, professionelle Unterschriften direkt online erzeugen – ohne Einscannen, ohne Fotografieren, ohne mühselige Nachbearbeitung.

Editor öffnen

Lebenslauf unterschreiben: Stift, Farbe, Größe und Stil richtig wählen

Bei der Lebenslauf-Unterschrift solltest du in puncto Stift und Farbe auf bewährte Lösungen setzen:

  • Ideal ist eine Unterschrift mit Füller und blauer Tinte. Das erzeugt das bestmögliche Schriftbild. Die blaue Tinte hebt sich von der schwarzen Druckerfarbe ab und wirkt hochwertig. Schwarz sollte nur im Notfall zum Einsatz kommen, Rot ist ein absolutes No-Go.
  • Die Unterschrift sollte optisch ohne Mängel sein. Du darfst die Tinte also nicht verschmieren, beim Unterschreiben abrutschen oder einzelne Buchstaben nachzeichnen oder korrigieren.
  • Eine Unterschrift mit einem hochwertigen Kugelschreiber oder Fineliner ist nur im Notfall eine Option.
  • Unterschreibe niemals mit Bleistift oder Filzstift.

Deine Unterschrift sollte sich optisch gut in den tabellarischen Lebenslauf einfügen, also weder zu groß noch zu klein ausfallen und in jedem Fall gut lesbar sein. Als Faustregel empfiehlt sich eine Lebenslauf-Unterschrift-Größe, die etwa zwei Zeilen der gedruckten Schrift entspricht.

Der Stil der Unterschrift sollte zum Charakter der Dokumente passen: Du unterzeichnest Bewerbungsunterlagen. Unterschreibe in ansprechender, aber ordentlicher und bodenständiger Weise. Verzichte auf übermäßig ausladende, geschwungene Buchstaben oder verspielte Details, aber greife auch nicht auf plumpe Druckbuchstaben zurück.

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