2024 | Lesezeit: 15 Minuten

Schlusssatz der Bewerbung: So beendest du dein Anschreiben

Der Schlusssatz deiner Bewerbung ist genauso wichtig wie die Einleitung. Erfahre hier, worauf du bei der Formulierung achten musst.

Schlusssatz

Der Schlusssatz deiner Bewerbung wird der Personalkraft besonders in Erinnerung bleiben. Er ist daher genauso wichtig für die Struktur deines Anschreibens wie die Einleitung. Denn nicht nur der erste, sondern auch der bleibende Eindruck ist wichtig. Im Idealfall schaffst du es, in deinem Bewerbungsschreiben einen Spannungsbogen aufzubauen, der bis zum Schlusssatz anhält.

Wir verraten dir, welche Informationen ans Ende deines Anschreibens gehören und wie du deinen Schlusssatz gekonnt formulierst.

Wie beendet man eine Bewerbung?

Der Schlusssatz deines Bewerbungsschreibens sollte einen „Call to Action“ enthalten und eines unterstreichen: deinen Wunsch nach einem Vorstellungsgespräch. Dieser Abschluss macht dein Anschreiben erst komplett und gehört zu einer perfekten Bewerbung dazu. Häufig gibt es jedoch weitere Informationen, die zwar in den hinteren Teil des Anschreibens gehören, jedoch nicht für den Schlusssatz selbst geeignet sind.

Zunächst widmen wir uns dem letzten Absatz des Bewerbungsschreibens, der in der Regel aus maximal zwei bis drei Sätzen besteht.

Eintrittstermin

Erwähne dein frühestmögliches Eintrittsdatum für den neuen Job, das Praktikum oder die Ausbildung im Schluss deiner Bewerbung. Häufig wird in der Stellenanzeige darauf hingewiesen, dass der Arbeitgeber an dieser Information interessiert ist. Mögliche Sätze wären zum Beispiel:

„Mein frühestmögliches Eintrittsdatum ist der xx.xx.xxxx.“

„Ich freue mich darauf, Sie ab dem xx.xxx.xxxx zu unterstützen.“

Sollte der Platz am Schluss deines Anschreibens knapp werden, kannst du das Eintrittsdatum alternativ auch im Betreff deiner Bewerbung einfügen: „Bewerbung als Sekretär ab dem 01.01.2025.“

Nenne immer ein konkretes Datum und schreibe nie, dass du „ab sofort“ verfügbar bist. Diese Formulierung lässt dich verzweifelt wirken und könnte die Frage aufwerfen, warum dich niemand einstellen möchte.

Gib im Schlusssatz deiner Bewerbung am besten den ersten Tag des Folgemonats an, wenn du dem neuen Arbeitgeber unmittelbar zur Verfügung stehst. Sollte es sich hingegen um einen Mini- oder Nebenjob handeln, ist es durchaus legitim, die Möglichkeit eines sofortigen Einstiegs zu erwähnen.

Gehaltsvorstellung

Im Schlussteil deiner Bewerbung – jedoch nicht im Schlusssatz – ist Platz für deine Gehaltsvorstellungen. Diese Angabe solltest du nur machen, wenn in der Stellenanzeige explizit danach gefragt wurde. Denn in den meisten Fällen findet die Gehaltsverhandlung erst im Vorstellungsgespräch statt. Eine Möglichkeit, um deine Gehaltswünsche deutlich zu machen, ohne den Personalverantwortlichen dabei auf den Schlips zu treten, ist die Nennung einer Gehaltsspanne. Das betont im Schluss der Bewerbung deine Verhandlungsbereitschaft. Ein einfacher Beispielsatz lautet wie folgt:

„Aufgrund meiner beruflichen Erfahrung und Qualifikation strebe ich ein Jahresgehalt zwischen 30.000 und 36.000 Euro brutto an.“

Diskretion

Solltest du dich aus einem ungekündigten Arbeitsverhältnis bewerben, ist es ratsam, einen Sperrvermerk in den Schluss deiner Bewerbung zu schreiben. Hierbei handelt es sich um eine Bitte, deine Bewerbung diskret zu behandeln – so stellst du sicher, dass dein aktueller Arbeitgeber nichts von deiner neuen Bewerbung erfährt.

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Sperrvermerk im Schlusssatz

Eine gesetzliche Grundlage für den Sperrvermerk in der Bewerbung gibt es nicht, grundsätzlich gilt jedoch:

  • Dein potenzieller Arbeitgeber darf sich nur mit deiner ausdrücklichen Zustimmung bei Dritten über deine personenbezogenen Daten informieren.
  • Dein aktueller Arbeitgeber darf deine personenbezogenen Daten nur mit deiner ausdrücklichen Zustimmung an Dritte weitergeben.

In der Regel sollten also alle Bewerbungen ohnehin diskret behandelt werden. Mit einem Sperrvermerk im Schlusssatz der Bewerbung gehst du jedoch auf Nummer sicher. Folgende Formulierung bietet sich für den Vermerk an:

„Da ich mich derzeit in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis befinde, bitte ich Sie, meine Bewerbung diskret zu behandeln.“

Probearbeiten

In vielen Stellenausschreibungen wird darauf hingewiesen, allerdings kannst du dich in dem Schlusssatz deiner Bewerbung auch freiwillig dazu bereiterklären: Die Rede ist vom Probearbeiten. Ein kleiner Vermerk zum Schluss des Bewerbungsschreibens reicht aus, um deine Motivation und dein Engagement deutlich zu machen:

„Gern beweise ich mein Können auch im Rahmen eines Probearbeitstages.“

Grußformel und Unterschrift

Nach dem Schlusssatz folgt eine Grußformel. Hier kannst du frei entscheiden, welche Formulierung zu dir und dem Unternehmen passt. Das klassische „Mit freundlichen Grüßen“ ist meist eine gute Wahl.

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Nach der Grußformel folgt kein Komma!

Mit freundlichen Grüßen

Max Mustermann

Deine Unterschrift sollte ebenfalls am Schluss des Anschreibens stehen. Verfasst du dein Anschreiben und deinen Lebenslauf am Computer oder Smartphone, solltest du eine digitale Unterschrift parat haben. Schaue doch mal in unserem Editor vorbei: Hier kannst du eine digitale Unterschrift unkompliziert generieren.

Schlusssatz der Bewerbung: Formulierungen

Auf den ersten Blick scheint es einfach, einen einzigen Satz zu formulieren. Doch hier ist Sorgfalt gefragt. Denn der Schlusssatz gehört neben der Einleitung des Bewerbungsschreibens zu den wichtigsten Bestandteilen deines Anschreibens. Er sollte deine Persönlichkeit und deine Motivation für den Job widerspiegeln und natürlich deinen Wunsch nach einem Vorstellungsgespräch deutlich machen. Deshalb ist es wichtig, eine optimale Formulierung für den Schlusssatz zu finden.

Nicht zu aufdringlich

Es liegt ein schmaler Grat zwischen selbstbewusster, höflicher Aufforderung und Aufdringlichkeit. Folgende Beispiele solltest du in deinem Schlusssatz deshalb vermeiden:

„Gern bespreche ich im Vorstellungsgespräch meinen Eintrittstermin und meine Gehaltsvorstellungen mit Ihnen.“

„Wann darf ich Sie telefonisch kontaktieren, um einen Termin für ein persönliches Kennenlernen zu vereinbaren?“

Schlusssätze wie diese klingen zwar selbstbewusst, wirken jedoch auch so, als würdest du dich selbst zum Vorstellungsgespräch einladen. Das dürfte den wenigsten Arbeitgebern gefallen. Besser ist es, deine Bereitschaft für ein Gespräch im Schlusssatz deutlich zu machen, aber nicht darauf zu drängen. Etwa so:

„Weitere Fragen zu meiner Bewerbung beantworte ich gern telefonisch, per E-Mail oder in einem persönlichen Gespräch.“

Nicht den Konjunktiv benutzen

Wer im Anschreiben den Konjunktiv benutzt, sendet oft unfreiwillig die falschen Signale. Denn die Möglichkeitsform lässt auf einen Mangel an Selbstvertrauen schließen – und diesen Eindruck willst du sicher vermeiden. Dennoch machen viele Menschen den Fehler bei Bewerbungen, insbesondere im Schlusssatz den Konjunktiv zu verwenden.

Besser ist der Indikativ, die Wirklichkeitsform: Du bist davon überzeugt, dass du aufgrund deiner Qualifikation zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wirst – also „würdest“ du dich nicht freuen, sondern du freust dich auf die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Anhand der folgenden Beispiele wird deutlich, dass die Version ohne den Konjunktiv deutlich entschlossener wirkt:

  • „Ich würde mich sehr über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freuen.“
  • „Ich freue mich auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.“
  • „Gern würde ich mich persönlich bei Ihnen vorstellen.“
  • „Gern stelle ich mich persönlich bei Ihnen vor.“

Verwende positive Formulierungen

Wörter lösen Emotionen aus. Daher solltest du darauf achten, keine negativen Formulierungen im Schlusssatz deiner Bewerbung zu benutzen.

 „Letzte Zweifel an meiner Qualifikation für die Stelle räume ich gern in einem persönlichen Gespräch aus.“

Das Wort Zweifel ist negativ behaftet und eignet sich daher nicht für den Schlusssatz. Verwende stattdessen positive Formulierungen wie in folgenden Beispielen:

„Sehr gern überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch von meiner Qualifikation.“

„Ich freue mich sehr darauf, Sie persönlich von meiner Eignung zu überzeugen.“

Wörter wie „überzeugen“, „freuen“, „Qualifikation“ oder „Eignung“ wirken nicht nur freundlich und positiv, sondern auch motiviert. Sie sind daher eine bessere Wahl für den Schlusssatz deines Anschreibens.

Sei authentisch

Der Schlusssatz deiner Bewerbung sollte nicht nur zu deiner Persönlichkeit passen, sondern auch dem Stil des gesamten Inhalts des Bewerbungsschreibens entsprechen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Schlusssatz deiner Bewerbung zu formulieren: zurückhaltend, aber selbstbewusst, direkter und fordernd, konservativ und formell oder persönlich und leger.

„Ich bin sicher, dass ich die perfekte Ergänzung für Ihr Team bin, und freue mich darauf, Sie in einem persönlichen Gespräch davon zu überzeugen.“

„Gern überzeuge ich Sie in einem Vorstellungsgespräch von meiner beruflichen Qualifikation.“

Beide Schlusssätze haben zwar einen unterschiedlichen Charakter, wirken jedoch auf ihre Art selbstbewusst und bestimmt. Entscheide dich in deinem Anschreiben für eine Tonalität und behalte diesen roten Faden bis zum Schlusssatz deines Bewerbungsschreibens bei.

Vermeide Floskeln

In der Regel kannst du mit dem Schlusssatz „Ich freue mich auf die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch“ nichts falsch machen – besondere Aufmerksamkeit erregst du damit jedoch nicht. Auch rhetorische Fragen wie „Habe ich Sie mit meiner Bewerbung neugierig gemacht?“ sind abgedroschen. Ein solcher Schlusssatz wird im besten Fall nur überflogen.

Versuche hingegen, deine Motivation und deine Persönlichkeit im Schlusssatz hervorzuheben:

„Ich freue mich darauf, Sie in einem persönlichen Gespräch von meiner Zuverlässigkeit, Kreativität und meiner Leidenschaft für die Branche zu überzeugen.“

Besonderheiten

Es gibt einige Bewerbungsarten, für die bestimmte Besonderheiten gelten, wenn du den Schlusssatz formulierst. Zum Beispiel, wenn du dich für einen Ausbildungsplatz, den Berufseinstieg oder gar einen Quereinstieg bewirbst. Meistens hast du in diesen Fällen kaum Berufserfahrung vorzuweisen. Daher solltest du deine Motivation für die Stelle im Schlusssatz noch einmal besonders betonen. Hier einige Beispiele für Formulierungen:

„Ich freue mich darauf, mein theoretisches Wissen in der Praxis anzuwenden und Sie in einem persönlichen Gespräch kennenzulernen.“

„Gern überzeuge ich Sie in einem Vorstellungsgespräch von meiner Leidenschaft für den Beruf und dem Fachwissen, das ich in Praktika bereits erlangen konnte.“

Beispiele für den Schlusssatz deiner Bewerbung

Nun haben wir genau analysiert, worauf es bei der Formulierung des Schlusssatzes deiner Bewerbung ankommt. Zum Abschluss wollen wir dir noch weitere Beispiele für den Schlusssatz präsentieren, an denen du dich als Muster für dein Bewerbungsschreiben orientieren kannst. Achte darauf, dass der Stil zu dir, der angestrebten Stelle und deinem restlichen Anschreiben passt.

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Schlusssatz: Beispiele

  • „Ich bin davon überzeugt, dass ich die perfekte Ergänzung für Ihr Team bin, und freue mich auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.“
  • „Gern beantworte ich all Ihre Fragen telefonisch, per E-Mail oder in einem Vorstellungsgespräch.“
  • „Ich freue mich darauf, Sie in einem persönlichen Gespräch von meiner Qualifikation zu überzeugen.“
  • „Für ein weiterführendes Gespräch stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.“
  • „Gerne bin ich bereit, Ihnen meine Motivation und Kompetenz im Rahmen eines Vorstellungsgesprächs zu beweisen.“
  • „Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch nehme ich gern wahr.“
  • „Gern stelle ich mich persönlich bei Ihnen vor und beweise meine berufliche Kompetenz im Rahmen eines Probearbeitstages.“
  • „Sollten derzeit keine freien Stellen in Ihrem Unternehmen verfügbar sein, freue ich mich, wenn Sie meine Bewerbungsunterlagen bei einer späteren Stellenausschreibung berücksichtigen.“
  • „Wenn Sie einen zuverlässigen und belastbaren Mitarbeiter suchen, freue ich mich auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.“
  • „Ich freue mich auf einen Terminvorschlag für ein Vorstellungsgespräch und verbleibe bis dahin“
  • „Ich blicke einer positiven Rückmeldung mit Freude entgegen und stehe Ihnen für ein Vorstellungsgespräch gern zur Verfügung.“
  • „Gern überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch von meiner Motivation, Ihr Team in Zukunft tatkräftig zu unterstützen.“

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