| Lesezeit: 7 Minuten

Online-Bewerbung schreiben: Stolperfallen digitaler Bewerbungen

Die Bewerbung per E-Mail oder über Online-Formulare ist heute in vielen Branchen der Standard. Wir helfen dir dabei, die perfekte Online-Bewerbung zu schreiben.

Online-Bewerbung

Im digitalen Zeitalter ist es nur konsequent, auch bei Bewerbungen nicht mehr den postalischen, sondern den digitalen Weg einzuschlagen. Den Gang zum nächsten Postamt kann man sich getrost sparen, denn die Online-Bewerbung landet in Sekundenbruchteilen beim potenziellen Arbeitgeber. Wer eine Online-Bewerbung schreiben möchte, muss sich dennoch Mühe geben: Sie stellt ebenso wie die „klassische“ Variante hohe Anforderungen an Bewerber*innen und verlangt dieselbe Präzision.

Online-Bewerbung schreiben: sorgfältig arbeiten

Digitale Bewerbungen und solche in Papierform unterscheiden sich kaum voneinander: Gefordert sind dieselben Unterlagen, die Korrektheit der Angaben sowie die sorgsame Auseinandersetzung mit dem Inserat und dem dahinterstehenden Unternehmen. Tatsächlich ist die Gefahr für Fehler beim Online-Bewerbungsschreiben oft sogar größer – sei es durch mangelnde Konzentration am Bildschirm oder Tücken bei der Technik.

Online-Bewerbung schreiben: 8 häufige Stolperfallen

Die Möglichkeit, die Bewerbung mit wenigen Mausklicks auf den Weg zu bringen, verleitet oft zu Flüchtigkeitsfehlern. Du solltest dir jedoch immer die Zeit nehmen, deine Bewerbung richtig zu schreiben und deine Unterlagen genau zu prüfen, bevor du auf „Senden“ klickst. Im Folgenden findest du einige Stolperfallen, die in Online-Bewerbungen immer wieder zu Fehlern führen.

E-Mail-Adresse

Die korrekte E-Mail-Adresse ist gleich in doppelter Hinsicht zu beachten. Zum einen sollte deine Online-Bewerbung natürlich an die richtige Adresse geschickt werden, damit sie überhaupt ankommt. Zum anderen ist bei der eigenen Adresse Seriosität gefragt: Spitznamen oder kryptische Zahlenkombinationen solltest du für deine berufliche Korrespondenz vermeiden.

Lege dir eine seriöse E-Mail-Adresse zu, die am besten aus deinem Vor- und Nachnamen besteht (z. B. m.mustermann@gmail.at oder maxime.musterfrau@gmx.at).

Betreffzeile

Verschickst du deine Online-Bewerbung per E-Mail, ist eine aussagekräftige Betreffzeile Pflicht. Trage dein Anliegen sowie die genaue Bezeichnung des Inserats ein, im Idealfall ergänzt um die Referenznummer der Ausschreibung.

Achtung: Man kann sich zwar „um“ und „auf“ eine Stelle bewerben, jedoch nicht „für“ eine Stelle. Korrekt sind daher folgende Betreffzeilen:

  • Bewerbung um die Stelle als Einzelhandelskauffrau
  • Bewerbung auf die Stelle als Einzelhandelskauffrau
  • Bewerbung als Einzelhandelskauffrau

Die korrekte Ansprache

Im Netz herrscht oft ein lockerer Ton, doch bei einer Online-Bewerbung ist professionelle Etikette gefragt. Eine Begrüßung wie „Hallo“ oder „Hey“ ist ebenso unpassend wie Chat-Kürzel oder Emojis. Das gilt natürlich auch für die Verabschiedung.

Im Idealfall wird im Inserat eine konkrete Kontaktperson genannt – diese schreibst du dann direkt an. Findest du keinen Namen, ist die Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“ nach wie vor zulässig, wirkt aber distanzierter als eine persönliche Ansprache.

Doppeltes Anschreiben

In deiner Online-Bewerbung hast du zwei Möglichkeiten, dein Anschreiben zu übermitteln: Du kannst es direkt in den Textbereich der E-Mail schreiben oder als Teil der Bewerbungsunterlagen im Anhang mitschicken.

Wir empfehlen die zweite Variante: Schicke alle Dokumente gesammelt im Anhang. In diesem Fall kopierst du dein Anschreiben nicht noch einmal in die E-Mail, sondern verfasst dort einen kurzen, höflichen Begleittext, der auf die Beilagen im Anhang verweist.

Dateiformat der Beilagen

Manche Unternehmen bieten eigene Bewerberportale an, in denen du die Bestandteile deiner Online-Bewerbung einzeln hochladen kannst. Bei einer Bewerbung per E-Mail solltest du jedoch das Bewerbungsschreiben, den Lebenslauf sowie die Beilagen in einer einzigen Datei verschicken.

Wähle dafür immer das PDF-Format. Es ist der Standard für die Dokumentenansicht, sorgt dafür, dass deine Formatierung erhalten bleibt, und schützt deine Unterlagen vor nachträglichen Änderungen.

Achte darauf, dass die Datei nicht zu stark komprimiert ist. Eine schlechte Bildqualität (insbesondere bei Scans von Dienstzeugnissen) wirkt unprofessionell. Die Lesbarkeit steht an erster Stelle.

Anordnung deiner Online-Bewerbung

Bringe deine Dokumente in eine logische und stimmige Reihenfolge:

  • Das Bewerbungsschreiben bildet den Anfang.
  • Es folgt das Deckblatt (sofern du eines verwendest).
  • Danach kommt der Lebenslauf.
  • Den Abschluss bilden weitere Anlagen der Bewerbung wie Dienstzeugnisse, Zertifikate, Matura- oder Studienabschlusszeugnisse sowie Lehrbriefe.

Kontrolliere vor dem Absenden, ob alle Seiten richtig ausgerichtet sind. Nichts ist mühsamer für Personalistinnen und Personalisten, als den Kopf drehen zu müssen, um ein Zeugnis lesen zu können.

Unterschrift in der Online-Bewerbung

Eine eingescannte Unterschrift in deiner Online-Bewerbung verleiht dem Dokument eine persönliche Note und zeigt Sorgfalt. Besonders in Österreich wird auf solche formellen Details nach wie vor Wert gelegt.

Mit dem Editor von lebenslauf.at kannst du deine Unterschrift für die Online-Bewerbung ganz einfach digital generieren lassen.

Dateiname

Verwende eine eindeutige Bezeichnung für deine PDF-Datei. Das erleichtert die Zuordnung und Archivierung deiner Unterlagen enorm:

  • „Bewerbung_Max_Müller_IT-Techniker.pdf“
  • „Bewerbung_Angelika_Schmidt_Einzelhandelskauffrau.pdf“

Prüfe am Ende doppelt, ob du die Datei auch wirklich angehängt hast – ein „leeres“ E-Mail ist ein klassischer Stolperstein. Unsere Checkliste hilft dir dabei, im digitalen Dschungel den Überblick zu bewahren.

37 Bewertungen

Bewertungsstern Bewertungsstern Bewertungsstern Bewertungsstern Bewertungsstern Ø 4,4

Wie hat dir der Artikel gefallen?